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Großer Segeltörn in die südliche und
westliche Ostsee
Von Makkum/Ijsselmeer/NL
nach Rostock-Warnemünde und zur Kieler Woche
vom 10. bis 29. 06. 2014
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Mit meinem Skipperfreund Gerd Ehrich
auf seiner Segelyacht HELLA, einer Bavaria 350
Teil 2
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Tag 9: Mi. 18. 06.
2014 - Von Warnemünde nach Großenbrode
Tanken im Yachthafen Warnemünde
Wetter: Wolkig und sonnig, Wind: zuerst 4 Bf, dann 0 – später 5 Bf
10:30 Abfahrt, zunächst gutes Segeln nach NW (Genua, Hauptsegel gerefft), dann Kurs W nur mit Motor, Anteil Motor: 75%
Gerds Mütze nach Hafenausfahrt im Wind verloren; Steifer Wind kommt gegen 17 Uhr auf: Anlegemanöver im Hafen von Großenbrode schwierig
18:30 Ankunft in Großenbrode, Marina, Strecke 45 sm
Tag 10: Do. 19. 06.
2014 - Großenbrode, Ausflug mit Bus nach Heiligenhafen
Wetter: Wolkig, Regen, Schauer, Starkwind mit Sturmböen, Windstärke: 5 – 7 Bf, Sturmböen bis 9
Liegen im Yachthafen von Großenbrode
Zu Fuß nach Großenbrode, Fischessen bei der Schrankenwirtin. Mit Bus nach Heiligenhafen. Zurück mit Bus. Zu Fuß von Dorfmitte Großenbrode zum Yachthafen Großenbrode.
Tag 11: Fr. 20. 06.
2014 - Von Großenbrode nach Kiel-Holtenau
Äußerst anstrengender Reisetag. Wettervorhersage für westliche Ostsee bis Mitternacht: WNW 5, zeitweise 6, am Samstag zunehmend: 5 – 6, zeitweise 7. Deshalb Entschluss, vor einem noch stärkeren Wind abzureisen und Kiel zu Beginn der Kieler Woche am Samstag zu erreichen.
12:00 Abfahrt
Nach Verlassen des Yachthafens Großenbrode ca. 1 ½ Stunden in Richtung NNO bis zur Fahrrinne Fehmarnsund bei halbem Wind mit 6 kts, dann 1 h durch Fehmarnsund mit Motor und Stützsegel. Danach Beginn eines sehr anstrengenden Törns (nur Motor mit Stützsegel) nach W mit starkem Wind aus W: 8 Stunden (!) gegen Wind 7 - 8 Bf und hohe Wellen (ca. 2 Meter): Stampfen der Yacht durch Wellentäler und –berge und Aufschlagen des Rumpfes mit Gischtvorhängen (zeitweise bis in die Plicht), Speed nur ca. 3 kts. Der Versuch, statt gegen den Wind zu motoren zeitweise hart am Wind zu segeln, wurde nach kurzer Zeit aufgegeben, da Kurse nicht gehalten werden konnten und noch mehr Zeitverlust drohte.
Ein großes Lob und starke Bewunderung gebührt dem Skipper: Gerd stand ca. 8 Stunden ohne Pause am Steuer bzw. erholte sich nur kurzzeitig im Windschatten des Spritzschutzes. Seine Ausrüstung: Segeljacke, Segelhose, darunter warme Kleidung, Lifebelts und Sicherungsleinen. Ich selbst litt zunehmend unter der lähmenden Kälte und musste mich bei dem starken Seegang am Horizont orientieren bzw. sitzend die ständigen Stampfbewegungen des Bootes abfedern. Großartiger stimmungsvoller Sonnenuntergang mit Wolkenbildung am Eingang zur Kieler Förde, der aber kaum genossen werden konnte.
Ca. 22.30 war der Waypoint bei Laboe erreicht. Der Wind flaute zunehmend ab. Jetzt kam Frank wieder zum Einsatz: Es begann bei zunehmender Dunkelheit die Einfahrt in die Kieler Förde (Beachtung von Seeschiffen, kleineren Wasserfahrzeugen und beleuchteten Tonnen). Die Orientierung im Bereich der Zufahrt zur Schleuse Holtenau war zeitweise schwierig. Am Wartesteg zur alten Schleuse lagen viele Yachten. Einsatz eines Hand-Suchscheinwerfers zur Orientierung. Es fand sich eine passende Lücke, in der wir (nunmehr bei Windstille) problemlos mit der Steuerbordseite anlegen konnten (Bug- und Achterleinen, Vor- und Achter-Springleinen, 2 Fenderbrette und 3 Fender.
23:30 Ankunft, Strecke ca. 45 sm, Motor: 90%
Das Bavaria-Bier genossen wir um 23:45 h. Eine willkommene kleine Nachtmahlzeit bestand aus Salat (Gurke, Paprika, Maasdamer Käse, hart gekochte Eier). Um 00:47 h zogen sich die todmüden, aber zufriedenen Segler in ihre Kabinen zurück.
Tag 12: Sa. 21. 06.
2014 - Kieler Woche
06:45 werden wir vom Hafenmeister geweckt und entrichten die Liegegebühr von 10 EUR.
10:00 Segeln in den knapp 2 sm südlich gelegenen Yachthafen Düsternbrook (Ankunft 11:00): Guter Liegeplatz am Wasser mit Blick auf die vorbeiziehenden Schiffe.
Spaziergang entlang der Buden und Attraktionen der Kieler Woche in die Innenstadt. Mittagessen in urigem Kieler Lokal. Besuch der Nikolaikirche (Barlachs „Geisterkämpfer“ vor der Kirche). Entlang der Kaianlagen zurück zum Yachthafen.
Abends Public Viewing im Zelt: WM Fußballspiel Deutschland gegen Ghana (2:2)
Tag 13: So. 22. 06.
2014 - Kieler Förde
Spaziergang allein auf der Kieler Promenade bis zum Tirpitzhafen und zurück.
Ölfilterwechsel (Vorfilter) des Yachtmotors
Wetter: bewölkt, sonnig, kalt, Wind aus WNW 5 – 6/ in Böen 7
15:15 Abfahrt
Motor 100%, Strecke: 7 sm
Beobachten der Schiffe, Seezeichen, Schleusen-Signale in der Kieler Förde
„Begegnung der besonderen Art“ vor der Schleuse Kiel-Holtenau – Top Secret, kein Seglerlatein! (nur Gerd und Frank bekannt)
19:00 Ankunft am Anleger Sportboote für Schleuse Kiel-Holtenau
Abendspaziergang von der Sportbootanlegestelle bis zum Leuchtturm Holtenau mit Drei-Kaiser-Halle (Wilhelm I, Friedrich III, Wilhelm II)
Tag 14: Mo. 23. 06.
2014 - Nord-Ostsee-Kanal - Von Kiel-Holtenau nach Brunsbüttel
05:00 Warten vor der Schleuse Kiel-Holtenau, Einfahrt um 6:30
„Das Einlaufen in die Zufahrten, die Schleusenvorhäfen sowie in die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau ist Sportfahrzeugen nur gestattet, wenn an den Signalmasten auf den Schleuseninseln für die jeweilige Schleuse ein unterbrochenes weißes Licht gezeigt wird.“ (Seemannschaft, S. 492) Dabei muss das darunter liegende rote Licht (Einfahrt für Seeschiffe) erloschen sein.
Einlaufen und Festmachen an Backbordseite hinter einem großen Seeschiff. Auf Bitte des Schleusenmeisters nach Bezahlen (18 EUR) Ablegen und Vorbeifahrt an Steuerbord des Frachters zum sich öffnenden Schleusentor.
07:00 Ausgeschleust. Frühstücken beim Motoren.
Wetter: Sonnig und bewölkt, windig mit Böen, im Kanal weniger spürbar
08:15 Gegenüber dem Flemhuder See am großen Poller für Seeschiffe mit Vorderleine festgemacht, Schwojen und Abhalten des Bugs vom Poller: Motordrehzahl zeigt keine volle Leistung (zieht Luft oder Kraftstoffzufuhr verschmutzt), deshalb prüft Gerd den Vorkraftstofffilter (Dichtung) und tauscht den Hauptkraftstofffilter aus, danach zeigt der Motor volle Leistung; 08:45 Weiterfahrt.
Gerd backt während der Fahrt im Gasbackofen einen Schokokuchen mit Schokoglasur.
10:45 Rendsburger Eisenbahnhochbrücke mit Schwebfähre für Autos und Personen
12:00 Kmst. 50, Fähre Breiholz
16:30 Ankunft in der kleinen Marina Brunsbüttel neben der Schleuse, Festmachen mit Achterleine an Ankerboje, zwei Vorderleinen am Steg (Hafengebühr mit Strom und Duschen 10 EUR).
17:30 Lebensmitteleinkauf in Brunsbüttel.
Strecke: 57 sm, Motor: 100%
Tag 15: Di. 24. 06.
2014 - Von Brunsbüttel nach Cuxhaven
Regen in der Nacht, Morgens Laufen am Deich von Brunsbüttel mit Blick auf Schleuse.
Wetter: Bewölkt, Schauer, Sonne; Wind aus NW bis N, 3 – 4
13:15 Abfahrt, 1 Stunde Warten auf Einschleusen, Liegen in Päckchen, Kreuzfahrtschiff OCEAN PRINCESS durch die Schleuse in Richtung NOK; Kurs am Wind mit 4 Schlägen, zuletzt Motoren nach Cuxhaven gegen den Wind von NW. Beachten der Fahrrinne mit großen Seeschiffen.
Motoren und Segeln: Genua, Großsegel, 1 Reff; Motoren: 80%
Speed bis 10,2 kts über Grund bei ablaufendem Hochwasser, Strömung ca. 2 – 3 kts, Segeln mit 4 Schlägen am Wind, Strecke: 17 sm
17:30 Ankunft in Cuxhaven, Marina
Abends Fischessen im Seglerzentrum.
Seekarte Schleuse Brunsbüttel
In der Schleuse Brunsbüttel (Film: F. Rother in HD)
Tag 16: Mi. 25. 06.
2014 - Von Cuxhaven nach Norderney
5:15 Abfahrt. Gute Geschwindigkeit mit ablaufendem Hochwasser ab Cuxhaven, vorbei an Neuwerk und Scharhörn ( 7 kts über Grund). Arbeiten mit Strömungsatlas.
Wetter: Sonnig, Wind aus NW-N 3 Bf, Genua, gerefftes Großsegel
10 große Frachter und 1 Segelschulschiff vor Anker in der Wesermündung. Lotsenmutterschiff und Tochterboot
11:30 Spiekeroog querab, 13:00 Langeoog, alter Leuchtturm querab
Schmale Fahrrinne nach Norderney (rote Backbordtonnen) mit Gegenströmung
16:00 Ankunft, Strecke: 67 sm, Motor: 100%
Tanken im Hafen von Norderney problematisch: Schwierige Anlegemöglichkeit, Beschädigung der Bugreling am Holzpfeiler, Telefonische Terminvereinbarung mit Tankwart, Herablassen der Zapfpistole aus 3 Meter Höhe
18:45 zu Fuß in den Ort Norderney (2,2 km) bis zur Seepromenade: Treffen mit Inselgästen in Strandbar; zurück über Kurpark
Seekarte Deutsche Bucht
Tag 17: Do. 26. 06.
2014 - Von Norderney durch das Wattenmeer nach Borkum
07:00 Abfahrt bei Windstille und spiegelglattem Wasser. Sehr stimmungsvolle einsame Situation: alleine im Watt. Dunkle Wolkenwände verkünden Gewitter und Schauer. Kurs: südlich Juist (Memmert Wattfahrwasser), an unbewohnter Insel Memmert vorbei, dann südlich Borkum (Borkumer Wattfahrwasser) mit Gegenverkehr. Mit dem Flutstrom 2 kts schneller, später bei Gegenströmung 2 kts langsamer. Auf Grund gelaufen zu Beginn der 1. Prickenreihe: Drehung des Bootes um eigene Achse, dann Prickenreihe an Steuerbord liegen gelassen (2 ½ Stunden vor Hochwasser). Bei der 2. Prickenreihe (1 ½ Std. vor Hochwasser) bei schlechter Sicht schwieriges Finden der jeweils nächsten Pricke, außerdem starkes Mäandrieren des Priels. Regenkleidung: Segeljacke und Segelhose.
Wetter: schwere Regenwolken und etwas Regen, Windstille, ab Mittag sonnig,
11:00 Ankunft im Yachthafen Borkum, Strecke 25 sm, Motor 100%
13:03 mit Bus in die Stadt Borkum: Stadtrundgang. Zurück mit Bus um 16:00 h.
Fußballspiel Deutschland gegen USA um 18:00 h (Ergebnis 1:0). Fischessen (sehr gute Qualität!) im Restaurant des Yachthafens: Matjesfilet bzw. Kabeljau.
Seekarte Seegatt zwischen Norderney und Juist
Seekarte Wattenmeer südlich von Juist
Tag 18: Fr. 27. 06.
2014 - Von Borkum nach Oostmahorn im Lauwersmeer
Rückfahrt über die Kanäle wegen ungünstiger Wetterverhältnisse (W-Wind, Regen) geplant.
Wetter: Bedeckt, Regenschauer, kühl, Windstärke: 2 – 3 Bf
10:00 Abfahrt
Mit Genua und gerefftem Großsegel, mit Motorunterstützung
10:45 Borkum-Stadt querab
Gegenströmung bei auflaufendem Wasser bis zu 2,5 kts, Speed über Grund: 4,5 kts
12:45 Ostspitze von Schiermonnikoog querab, ankernder Autofrachter (Fahrtziel Emden)
6,7 kts Über Grund, keine Strömung
13:30 Gerd backt während der Fahrt Zitronenkuchen (mit sizilianischen Zitronen) im Gasofen
Einfahrt ins Seegatt westlich Schiermonnikoog verändert, deshalb Fahrt weiter nach W
13:45 Regenfront zieht auf (Ankündigung auf Radarschirm)
14:15 Kurswechsel: Einfahrt ins Gatt, neue Betonnung, weil Fahrwasser verändert (Untiefen nicht mehr existent wie auf Seekarte bzw. Plotter angegeben (Abkürzung des ursprünglichen Kurses)
15:15 3,4 kts über Grund, 6,8 kts durchs Wasser (Gegenströmung: 3,4 kts abfließend)
15:15 Kuchen fertig gebacken
Fahrrinne sehr weit um West-Schiermonnikoog angelegt
17:00 allein in der Schleuse Robbenplatsluis
18:00 Ankunft im Yachthafen Oostmahorn im Lauwersmeer, Strecke: 40 sm, Motor: 100%
Empfang durch Heide (Gerds ältere Tochter) und Ehemann Stefan
19:30 Abendessen im Restaurant Lauwersmeer und Rundgang durch die Ferienstadt Esonstad mit Ferienhausbesichtigung
Tag 19: Sa. 28. 06.
2014 - Von Oostmahorn durch Kanäle nach Makkum
Wetter: Morgens sonnig, mittags bedeckt, abends sonnig, Wind aus W, 5 Bf
07:15 Abfahrt, sehr stimmungsvolles Lauwersmeer
08:15 Willem Lorèsluis: 2 rote Leuchten übereinander zeigen, dass die Schleuse geschlossen ist. Was nun? Rückfahrt über das Meer und Vlieland wird von Gerd als alternativlos erwogen. Ich schlage vor, im Hafen von Lunegat Erkundigungen einzuholen.
Improvisiertes Frühstück an Deck: Brot mit Butter, Marmelade und Honig, Grüner Tee.
08:30 Festmachen im verlassen wirkenden Yachthafen Lunegat, vor dem Gebäude des Hafenmeisters erfahre ich über das
Haustelefon, dass die Schleuse um 09:00 Uhr öffnet. (Meine Beharrlichkeit hat sich gelohnt.)
09:15 Durchfahrt durch die Schleuse, Kanalfahrt in Richtung Dokkum beginnt (Höchstgeschwindigkeit 6 km/h).
09:30 1. Brücke Engwierum
10:45 Nach 12 sm Anlegen und Festmachen in Dokkum. Stadtrundgang und 2. Frühstück in kleinem Restaurant: „Kaffee verkehrt“ mit Sahne und Likör; Getoastete flache Brötchen mit Ziegenkäse (Geitenkaas) und Walnüssen, Rucola und Honig.
13:00 Weiterfahrt: 3 Brücken (Bruggeld 5 EUR)
14:30 Mühle und Brücke Burdaard (Bruggeld 3,50 EUR)
16:15 Leeuwarden (zentrale Stadt in Friesland mit modernen Gebäuden), Brückenpause zwischen 16:15 und 17:15 Uhr: Anlegen vor der vorletzten Brücke im Industriehafen Harlingervaart (Kaffeetrinken: Kräutertee mit Gerds selbstgebackenem Zitronenkuchen)
17:15 Weiterfahrt. 2. Brücke mit interessanter Konstruktion.
Der Landschaftscharakter zwischen Leeuwarden und Harlingen ist weniger reizvoll als der östliche zwischen der Willem Lorèsluis und Leeuwarden.
20:00 Schleuse Harlingen (wird um diese Zeit geschlossen!)
Durch das Wattenmeer bis zum Abschlussdeich: 2 kts Gegenstrom (ablaufendes Hochwasser) bei 4,5 kts über Grund. Improvisiertes Abendessen an Deck: Paprika, Tomaten, Gurke und verschiedene Käse mit Brot, Wasser. Sonnenuntergang
22:00 Anlegen im Vorhafen vor der Brücke der Lorenzsluis mit Wartezeit von ½ Stunde.
22:30 Durchschleusen: Unser Boot ist das einzige Fahrzeug.
Kurze Fahrt auf dem Ijsselmeer bei einbrechender Dunkelheit (fast hätten wir eine unbeleuchtete rotgrüne Tonne überfahren)
23:10 Anlegen und Festmachen im Yachthafen Makkum, dem Heimathafen der Yacht HELLA.
Absacker mit Bier in der Bar des Yachthafens (WM-Fußballspiel: Kolumbien gegen Uruguay 2:0)
Strecke: 52 sm, Motor: 100%
Karte der Kanäle zwischen Lauwersmeer und Harlingen
Bonifatius (* um 673 in Crediton; † 754 oder 755 als Märtyrer bei Dokkum in Friesland) war einer der bekanntesten Missionare und der wichtigste Kirchenreformer im Frankenreich. Er war Missionserzbischof, päpstlicher Legat für Germanien, Bischof von Mainz und zuletzt Bischof von Utrecht, sowie Gründer mehrerer Klöster, darunter Fulda, wo er im Dom begraben ist. Aufgrund seiner umfangreichen Missionstätigkeit im damals noch überwiegend heidnischen Germanien wird er als „Apostel der Deutschen“ verehrt.
Tag 20: So. 29. 06.
2014 - Nach Hause -
von Makkum nach
Monheim und Aachen
Packen, Putzen und Versorgen der Segelyacht HELLA
Wetter: sonnig
02.00 Abreise von Makkum mit Gerds PKW
Unwetterartige Regenschauer auf der Autobahn
17:30 Ankunft in Monheim, Weiterfahrt mit eigenem PKW
19:00 Ankunft in Aachen. Ende des Großen Segeltörns
Verpflegung an
Bord
Die Verpflegung an Bord wurde von Gerd und mir in großem Einvernehmen geplant und organisiert. Gerd bereitete auf dem Gasherd Fischgerichte oder Eierpfannkuchen zu, ich war zuständig für den Salat, morgens für das Obstschneiden. Den Abwasch übernahm meistens ich im Gegenzug für Gerds Kochkünste.
Das Frühstück bestand aus einem Müsli aus frisch gequetschtem Bio-Hafer, mit Milch oder Joghurt, dazu verschiedene Früchte (Äpfel, Birnen, Erdbeeren, rote Trauben, Nektarinen), anschließend gab es dunkles Vollkornbrot mit Butter und verschiedenen Marmeladen und Honig. Als Getränk wurde Grüner Tee serviert.
Gegen 11 Uhr gab es ein „zweites Frühstück“, bestehend aus „Cafe con leche“, dazu unterschiedliche hausgemachte Kuchen, z.B. Dinkel-Nuss-Cranberry-Kuchen von Ulla oder Marmorkuchen von Renate, später im Gasbackofen von Gerd hergestellter Schokoladenkuchen mit Schokoglasur und Zitronenkuchen, ab und zu Schoko-Cookies.
Das Mittagessen während der Fahrt war entweder eine Suppe oder Spaghetti mit Sauce. Während der Landgänge in Großenbrode oder Kiel wurde in Fischrestaurants gegessen (Kabeljau, Wildlachs), in Rostock eine Gemüsepfanne mit Ziegenkäse.
Das Abendessen wurde meist an Bord eingenommen: z. B. Lachsfilet mit Lachsrahmsauce, Eierpfannkuchen* mit Thunfisch und frischem Gouda-Käse auf Vollkornbrot, Kabeljaufilet, Pellkartoffeln, Blumenkohl mit Gratinsauce, dazu immer eine Salatbeigabe (z. B. Tomaten, Grüner Paprika, Gurke).
Als Getränke standen zur Auswahl: roter Dornfelder St. Martin, Chilenischer Rotwein: Casillero del Diablo, Sekt (Cava Finca de la Vega) oder Bier (Bavaria, Störtebecker)
Im Fischrestaurant Casamia in Warnemünde: Toskanische Tomatensuppe, Wolfsbarsch auf Tomaten-Bruschetta und Hummersuppe, Heilbutt auf Reis. Im Yachthafen Borkum Matjesfilet nach Hausfrauenart, im Yachthafen Cuxhaven Seelachsfilet mit Butterkartoffeln, Gurkensalat, im Restaurant Paviljoen Lauwersmeer in Oostmahorn Gambas in Knoblauchsoße, Bohnen, Bratkartoffeln, Salat.
*Rezept : Eierpfannkuchen nach Gerds Art (für 2 Personen) : 3 Eier, 1 TL Backpulver, 3 gehäufte EL Mehl, ¼ Liter Milch (Eiweiß vom Eigelb trennen und schaumig schlagen)
Fazit des Skippers
zum Törn
1. Es ist nicht selbstverständlich, dass auf einem so engen Raum und mit häufigen Stresssituationen es zu keinen Auseinandersetzungen/Missverständnissen kam.
2. Aus meinen Erfahrungen: Die Reise war nicht einfach und hat uns gefordert.
3. Ich hatte mir „natürlich“ günstigere Wetterbedingungen erhofft, aber das ist nun mal so: In der Planung, Vorstellung geht man immer optimistisch vor, muss auch sein, sonst würde man sich gar nicht auf die Reise begeben; etwas mehr Muße hätte uns ab und zu gut getan. Ich habe mein Buch „Darm mit Charme“ noch nicht einmal angefangen zu lesen.
4. Gut war für mich auch die Erfahrung mit Essgewohnheiten (Haferquetsche, Salat und Trinkgewohnheiten. Da waren wir gut aufeinander eingestimmt.
→ Für mich war es ein positives Erlebnis auf der HELLA, hoffe wir können es in einer ähnlichen Art wiederholen.
Grüße von Gerd